06.03. – 08.03.2020 im Haasenhof Mandelsloh bei Hannover
28. Frühjahrstagung des Ring für Gruppenimprovisation:

Das Wort in der Improvisation – Werkstatt zum Explorieren und Reflektieren

 Wir möchten an diesem Wochenende verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit  Sprache in der Improvisation praktisch erforschen. Während das Sprechen für sich, als Kulturtechnik der Verständigung, zum Transport von Bedeutung benutzt wird, kann Text – ob geschrieben oder nicht – darüber hinaus als Material auch jenseits seiner semantischen Gehalte künstlerisch gestaltet werden, in Sätze, Satzteile, Wörter oder Wortteile zerlegt und in Klang überführt werden. Hier ist die Schnittstelle zur musikalischen Improvisation auszumachen, um die es – neben der inhaltlichen Bezugnahme auf Texte – gehen wird.

Dies soll vor allem anhand von Ideen und Vorschlägen geschehen, die von den Teilnehmer*innen eingebracht werden.

Im Folgenden einige mögliche Beispiele:
– Das Wort als Klangmaterial
– Sprachmelodie und Rhythmus der Sprache als Material
– Umgang mit Texten in jeglicher Form (Texte inspirieren eine musikalische Improvisation, ohne dass sie ausgesprochen werden; Texte werden in einer Improvisation zu Gehör gebracht; Texte werden vertont; usw.)
– Improvisation von Texten

Wir freuen uns sehr über zahlreiche Ideen auch über die oben angeführten Möglichkeiten hinaus, die wir zur besseren Strukturierung des Wochenendes gerne bis 20.02.2020 per E-Mail an entgegen nehmen. Hilfreich wäre dazu eine kurze Beschreibung, wie die Sprache verwendet wird.

Moderation: Wolfgang Schliemann und Corinna Eikmeier

Ansprechkreis: Ringmitglieder und Gäste mit improvisatorischer Vorerfahrung

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25. – 27. Oktober 2019 im Haasenhof in Mandelsloh
30. Herbsttagung des Ring für Gruppenimprovisation:

Music as Meaning – Meta Music and Group Improvisation

Gastreferent: Edwin Prévost

Eddie Prévost, Percussionist, Theoretiker, Pionier der freien improvisierten Musik, ist als Dozent der Herbsttagung 2019 eingeladen. Es geht ihm um das Experimentieren mit Klängen, ein unablässiges Suchen ohne die Erwartung, etwas zu finden.

Das schließt die Bereitschaft ein, über normale Musikgeschichte oder -bräuche hinauszuschauen. Die Suchenden sollten in jeder Art Material nach Klängen suchen und dabei über die Technologie herkömmlicher Musikinstrumente hinausgehen. Diese Vorgehensweise erfordert es, die Materialien ständig auf ihr Potential für die Klangproduktion hin zu untersuchen, das sich auf einem Makrolevel wie auch auf einer mikroskopischen Ebene befinden könnte.

Klänge werden zum Produkt – man könnte auch sagen »zum Ausdruck« – der Suche. Die Suche schließt dabei jedoch jede Vorstellung davon aus, was »ein guter« Klang sein könnte. Darüber hinaus hat die Person, die auf der authentischen musikalischen Suche ist, keine Vorahnung davon, was der Klang sein oder werden soll. Beim Suchen und Finden geht es genau darum, dass man keine Vorstellung davon hat, »was es da draußen so gibt«, und das Vergnügen liegt natürlich genau darin, diese neue Sache zu finden. Ironischerweise bedarf dieser Vorschlag sehr strenger Disziplin, ist aber auch ein möglicher Weg zu einem feinsinnigem Verständnis.

Ansprechkreis: Ringmitglieder und interessierte Gäste

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05. – 07. April 2019 im Haasenhof in Mandelsloh
27. Frühjahrstagung des Ring für Gruppenimprovisation:

Improvisation und gesellschaftliche Relevanz – Erforschungen über den Zusammenhang von musikalischer Haltung und politischem Handeln

Moderation: Corinna Eikmeier & Wolfgang Schliemann

Wenn von Improvisation als sozialer Kunst gesprochen wird, meinen wir einen Prozess, in dem meist mehrere Menschen miteinander in kreative Interaktion treten. Die musikalische, auf nonverbaler Kommunikation beruhende Gruppenimprovisation benötigt für ihr Gelingen bestimmte Voraussetzungen, die ihre Teilhabenden erfüllen können sollten. Im improvisatorischen Spiel ist die Bereitschaft zu einer Grundhaltung gefordert, die durch die Spielpraxis selbst geübt und entfaltet werden kann: mit Begriffen wie Präsenz, Empathie, Resonanz, Kollektivität oder Autonomie nähern wir uns einem Verständnis dieser Haltung an, die wesentlich auf der Erkenntnis fußt, dass der Mensch auf Kooperation angelegt und angewiesen ist.

Wir wollen an dem Wochenende in einer gesunden Mischung aus Praxis und Reflektion unter anderem oben genannte Aspekte beleuchten. Alle TeilnehmerInnen der Tagung sind herzlich eingeladen ihre Ideen aktiv einzubringen.

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