25. – 27. Oktober 2019 im Haasenhof in Mandelsloh
30. Herbsttagung des Ring für Gruppenimprovisation:

Music as Meaning – Meta Music and Group Improvisation

Gastreferent: Edwin Prévost

Eddie Prévost, Percussionist, Theoretiker, Pionier der freien improvisierten Musik, ist als Dozent der Herbsttagung 2019 eingeladen. Es geht ihm um das Experimentieren mit Klängen, ein unablässiges Suchen ohne die Erwartung, etwas zu finden.

Das schließt die Bereitschaft ein, über normale Musikgeschichte oder -bräuche hinauszuschauen. Die Suchenden sollten in jeder Art Material nach Klängen suchen und dabei über die Technologie herkömmlicher Musikinstrumente hinausgehen. Diese Vorgehensweise erfordert es, die Materialien ständig auf ihr Potential für die Klangproduktion hin zu untersuchen, das sich auf einem Makrolevel wie auch auf einer mikroskopischen Ebene befinden könnte.

Klänge werden zum Produkt – man könnte auch sagen »zum Ausdruck« – der Suche. Die Suche schließt dabei jedoch jede Vorstellung davon aus, was »ein guter« Klang sein könnte. Darüber hinaus hat die Person, die auf der authentischen musikalischen Suche ist, keine Vorahnung davon, was der Klang sein oder werden soll. Beim Suchen und Finden geht es genau darum, dass man keine Vorstellung davon hat, »was es da draußen so gibt«, und das Vergnügen liegt natürlich genau darin, diese neue Sache zu finden. Ironischerweise bedarf dieser Vorschlag sehr strenger Disziplin, ist aber auch ein möglicher Weg zu einem feinsinnigem Verständnis.

Ansprechkreis: Ringmitglieder und Gäste mit improvisatorischer Vorerfahrung 

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05. – 07. April 2019 im Haasenhof in Mandelsloh
27. Frühjahrstagung des Ring für Gruppenimprovisation:

Improvisation und gesellschaftliche Relevanz – Erforschungen über den Zusammenhang von musikalischer Haltung und politischem Handeln

Moderation: Corinna Eikmeier & Wolfgang Schliemann

Wenn von Improvisation als sozialer Kunst gesprochen wird, meinen wir einen Prozess, in dem meist mehrere Menschen miteinander in kreative Interaktion treten. Die musikalische, auf nonverbaler Kommunikation beruhende Gruppenimprovisation benötigt für ihr Gelingen bestimmte Voraussetzungen, die ihre Teilhabenden erfüllen können sollten. Im improvisatorischen Spiel ist die Bereitschaft zu einer Grundhaltung gefordert, die durch die Spielpraxis selbst geübt und entfaltet werden kann: mit Begriffen wie Präsenz, Empathie, Resonanz, Kollektivität oder Autonomie nähern wir uns einem Verständnis dieser Haltung an, die wesentlich auf der Erkenntnis fußt, dass der Mensch auf Kooperation angelegt und angewiesen ist.

Wir wollen an dem Wochenende in einer gesunden Mischung aus Praxis und Reflektion unter anderem oben genannte Aspekte beleuchten. Alle TeilnehmerInnen der Tagung sind herzlich eingeladen ihre Ideen aktiv einzubringen.

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